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Reisebericht: Der Donau-Radweg von Passau nach Linz

14.04. bis 17.04.2009
Autorin: Christiane Fischer

Passau

An einem wunderschönen Frühlingstag im April fahre ich nach Passau, um von dort aus in zwei Etappen nach Linz zu radeln. Nach dem Einchecken im komfortablen Vier-Sterne-Hotel nutze ich den Nachmittag um die Dreiflüssestadt zu erkunden. Beginnend mit einem Bummel durch die kleinen Gassen und vorbei an vielen Plätzen, lande ich an der Donaupromenade, wo die unterschiedlichsten Bauwerke und Schiffe aller Größen zu bewundern sind. Weiter führt mein Spaziergang ans Dreiflüsseeck, wo Donau, Ilz und Inn zusammenfließen. Durch die gewaltigen Wassermengen, die durch die Stadt fließen, ist es in der Vergangenheit schon öfters zu größeren Hochwassern gekommen, zu denen man überall in der Stadt Hinweise und Informationen findet.In Passau gibt es viele sehenswerte Bauwerke, z.B. den Stephansdom, der Bischofssitz ist und in dem sich die älteste Domorgel der Welt befindet. Neben weiteren kirchlichen Sehenswürdigkeiten wie dem Kloster Niedernburg und der Pfarrkirche St. Paul gibt es einige interessante Museen wie z.B. das Museum Moderner Kunst, das Glasmuseum und das Domschatz- und Diözese-Museum. Auch Schiffahrten auf Donau und Inn oder Spaziergänge an den Flusspromenaden sind sehr zu empfehlen. In Passau verbinden sich Kultur und Sehenswürdigkeiten mit dem Charme einer Studentenstadt.Zurück im Hotel treffe ich meine Mitradler und es geht zu einem besonders guten Abendessen im Hotel. Anschließend bummeln wir noch durch die Stadt und lassen den Abend in einem der vielen Biergärten ausklingen.

Passau - Schlögen

Leider ist von dem schönen Frühlingswetter von gestern nichts mehr übrig. Schon morgens regnet es und ist bewölkt. Trotzdem freuen wir uns auf unsere heutige Radtour und gehen gleich nach dem Frühstück zur Radausgabe, um unsere Leihräder abzuholen. Zunächst radeln wir am südlichen Donauufer entlang durch die Naturschutzgebiete Roninger Leiten und Donauleiten. Die Talhänge, Leiten genannt, sind die südlichen Ausläufer des Bayrischen Waldes. Es ist beeindruckend, wie das Donautal sich bis zu 300m tief in die Berge eingeschnitten hat und obwohl sich die Landschaft während der Etappe nicht wesentlich verändert, haben wir nach jeder Kurve eine neue schöne Aussicht. Der Radweg ist perfekt ausgeschildert und jetzt in der Vorsaison treffen wir noch kaum andere Radfahrer. Mit der Radfähre überqueren wir die Donau und radeln am Nordufer entlang nach Engelhartszell mit dem Stift Engelszell. Zu der Trappistenabtei gehört auch eine schöne Kirche im Rokoko-Stil. Im Klostershop probieren wir den klostereigenen Likör, der hier von den Mönchen hergestellt und auch verkauft wird.Wir radeln weiter nach Niederranna, wo wir in einem sehr schönen und gemütlichen Gasthof zum Mittagessen einkehren. Da draußen immer noch Aprilwetter herrscht, verweilen wir gerne ein wenig länger bei der sehr gastfreundlichen und gesprächigen Wirtin, die uns immer neue österreichische Köstlichkeiten auftischt und uns bei dem Regen gar nicht weiterradeln lassen möchte. Es ist jedoch nicht mehr weit bis zu unserem Etappenziel Schlögen in der Schlögener Schlinge, wo der Granit unüberwindbar war und die Donau zu einem Richtungswechsel um 180 Grad gezwungen hat. Nach der heutigen Radtour freuen wir uns besonders über das Vier-Sterne-Hotel mit seinem Wellness-Bereich, Pool und Sauna, wo wir uns alle gerne bis zum Abendessen aufhalten. Nach einem herrlichen Abendessen lassen wir den Abend gemeinsam im Hotel ausklingen und dank der ruhigen Lage des Hotels und der heutigen Radtour schlafen wir alle gut.

Schlögen – Linz

Morgens herrscht eine zauberhafte Stimmung in der Schlögener Schlinge vor, da sich die Wolken im Donautal langsam verziehen. Auf unserer heutigen Radtour ändert sich bald die Landschaft, sie wird offener und sanfter, wir haben die Berge hinter uns gelassen. Wir radeln vorbei an einigen kleinen Ortschaften und kehren mittags in eine Eisdiele ein, da es heute im Gegensatz zu gestern warm und sonnig ist. Bei blauem Himmel und Sonnenschein erreichen wir unser Etappenziel Linz, wo wir uns in einem netten Gastgarten mit österreichischen Spezialitäten verwöhnen lassen. Anschließend geht es weiter zu unserem Vier-Sterne-Hotel, das direkt an der Donau liegt.Linz ist Hauptstadt Oberösterreichs und europäische Kulturhauptstadt 2009. Im Zentrum befindet sich der Hauplatz mit dem Rathaus und der Dreifaltigkeitssäule, die ein Wahrzeichen der Stadt ist. An den Hauptplatz schließt sich die Einkaufsstraße Landstraße an, die neben Geschäften aller Art auch viele sehenswerte Gebäude zu bieten hat. Am Hauptplatz fährt der Linz City Express los, ein kleiner gelber Zug, mit dem man eine 25-minütige Stadtrundfahrt vorbei an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten, unternehmen kann. Nach der Rundfahrt unternehmen wir einen Spaziergang durch die Landstraße vorbei am Alten Dom bis zum Volksgarten, einem der vielen Parks in Linz. Auf dem Rückweg kommen wir am Neuen Dom vorbei, der mit 20.000 Sitzplätzen die größte, aber nicht die höchste Kirche, Österreichs ist. Der Turm ist 2 m niedriger als der des Stephansdoms in Wien, da in Österreich-Ungarn kein Gebäude höher sein durfte. Wird jedoch das Kreuz an der Spitze mit eingerechnet, ist der Neue Dom nicht nur die größte, sondern auch die höchste Kirche Österreichs. Wir besichtigen auch das Innere des Doms, das noch beeindruckender ist als das Äußere des Gebäudes.Zum Schluss gehen wir noch an der Donaulände spazieren, die ein beliebter Treffpunkt ist. Hier kann man den Donauschiffen zuschauen und hat auch einen schönen Ausblick auf den 539 m hohen Pöstlingberg, der ein beliebtes Ausflugsziel ist. Die Auffahrt ist mit der Pöstlingbergbahn möglich, oben befindet sich neben der Wallfahrtskirche auch eine Aussichtsplattform.Von der Donaulände geht es zurück ins Hotel, denn morgen fahren wir schon wieder nach Hause. Es war eine wunderschöne, sehr abwechslungsreiche Radtour, die die Kultur zweier bekannter Städte mit der schönen Landschaft und der Ruhe des Donautals verbindet.

Hier geht es zu unseren Radreisen entlang des Donau-Radwegs.

 

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