Finger schlafen auf Radtour ein: Was tun?

Eingeschlafene Finger beim Radfahren? In unserem Fahrradblog geben wir Dir heute Tipps, was Du gegen eingeschlafene Finger auf Radtouren tun kannst.

Im Sommer herrschen oft perfekte Bedingungen für eine lange, sportliche Radtour. Doch oft leiden Radfahrer dabei schon kurz nach Beginn der Tour unter einem großen Problem: Taube Finger. Doch was ist die Ursache dafür, dass Hände und Handgelenke auf Radreisen plötzlich anfangen zu kribbeln?

Auslöser für die Probleme sind vor allem eine falsche Armhaltung und die fehlerhafte Einstellung des Lenkers. Hierbei knickt das Handgelenk nach oben ab und die Muskeln an der Unterseite des Handgelenks werden überdehnt. Durch den so entstandenen Druck auf die Nerven der Handinnenseite sowie die Blutgefäße an der Oberseite der Hand verschlechtert sich die Durchblutung. Das führt nach einiger Zeit zu einem Kribbeln und Taubheitsgefühl in den Händen. Im Volksmund sagt man: Die Hände sind eingeschlafen.

Was tun? Tipps gegen eingeschlafene Finger beim Radfahren

Eine erste Maßnahme zur Abhilfe besteht darin, die Hände vom Fahrradlenker zu nehmen und diese kräftig zu schütteln. Dadurch wird die Durchblutung in den Händen angeregt und die Beschwerden vergehen. Zudem muss darauf geachtet werden, dass die Ellbogen beim Radfahren leicht angewinkelt sind. So können die Nervenbahnen entlastet werden und die Taubheit in den Fingern vergeht.

Neben den akuten Maßnahmen gegen eingeschlafene Hände beim Radfahren kann den Problemen aber auch vorgebeugt werden. Die Wahl des richtigen Lenkers ist dabei entscheidend. Um eine beschwerdefreie Radtour ermöglichen zu können, ist die Grundvoraussetzung ein individuell auf den Radfahrer eingerichteter Lenker. Dieser sollte so eingestellt werden, dass weniger Druck auf den Händen liegt. Hilfreich hierbei sind solche Lenkerstrukturen, bei denen die Handflächen breit aufliegen. Dadurch wird der Druck nicht auf einen kleinen Teil der Hand gelegt, sondern kann sich über eine größere Fläche verteilen. Der Druck wird leichter, Taubheitsgefühle seltener, der Radfahrer zufriedener.

Es ist außerdem zu empfehlen, die eigene Sitzposition im Fahrradgeschäft überprüfen und korrigieren zu lassen, da dies auch oft Ursache für die Beschwerden sein kann. Oft verbessern individuelle Fahrradgriffe das Wohlbefinden des Radfahrers noch. Besonders für Langstreckenfahrer empfehlen Experten ergonomisch geformte Lenker und passende Fahrradgriffe. Zur Unterstützung können außerdem gepolsterte Fahrradhandschuhe verwendet werden.

Der Radfahrer sollte grundsätzlich aber immer selbst darauf achten, die Haltepositionen während der Radtour häufig zu wechseln, um eine angenehme Radtour ohne eingeschlafene Finger zu ermöglichen. So ist jeder Radfan über weite Strecken, egal bei welchem Untergrund bestens auf eine gute Tour vorbereitet.

Weitere Tipps

Noch mehr Tipps zur korrekten Einstellung von Fahrradlenker und Sattel und eine gesunde Sitzposition beim Radeln findest Du auch auf diesen Blogs:

http://blog.fitmio.de/fahrrad-richtig-einstellen-vom-sattel-bis-zum-lenker

http://www.fahrrad-gesundheit.de/blogartikel/wenn-die-bandscheiben-fahrrad-fahren.html

http://www.starker-ruecken.com/bandscheibenblog/fahrrad-richtige-sitzposition/

http://www.radreporter.de/2015/06/17/das-a-und-o-beim-radfahren-infografik-zur-richtigen-sitzposition-auf-dem-rad/

http://eiswuerfelimschuh.de/2014/05/12/meine-sitzpositionsoptimierung-bei-ausdauerzone-berlin/

http://cycling.claude.de/bikefitting-geometrie-und-sitzpositionsanalyse/

http://www.bikelog.de/produkte/kurzerer-vorbau-am-mountainbike/

http://faltrad.blogspot.de/2011/10/die-optimale-sitzposition-beim.html

http://www.rund-ums-rad.info/der-mythos-rahmenhoehe/

http://thebikeblog.de/2009/04/23/fahrrad_sitzposition/

3 Kommentare

  1. Pingback:Po und Genitalien schlafen beim Radfahren ein: Was tun? - Radissimo Radreisen-Blog

  2. vielleicht hilft eine nicht zu enge Handgelenkbandage dabei. Kalter Wind verursacht auch das Problem.

  3. Eingeschlafene Finger bzw. Hände werden durch die starre Kopfhaltung verursacht. Hier blockieren die Hals-Schultermuskulaturen die spinalnerven der Wirbelsäule.
    Motoradfahren leiden hier besonders oft darunter, weil sie nicht die Hände vom Lenker nehmen dürfe/können.
    Eine Dreh- Schüttel- und Nickbewegung mit dem Kopf löst das Problem sofort, weil die verspannten Muskeln sich damit lösen.

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