Ich hör immer nur einmotten!

Egal welche Zeitung ich aufschlage oder was ich online anklicke: Spätestens ab Oktober verfolgen mich Überschriften wie

  • So machen Sie Ihr Rad winterfest
  • Fahrrad einmotten – aber richtig
  • Fahrrad lagern im Winter

Selbst auf unserem Radissimo-Blog gibt es einen Beitrag zu diesem Thema.

Wer auch im Winter radelt, belohnt sich mit vielen schönen Eindrücken.
Wer auch im Winter radelt, belohnt sich mit vielen schönen Eindrücken.

Ein Laie muss doch angesichts der Fülle solcher Artikel in dieser Jahreszeit davon ausgehen, dass man nur bei gutem Wetter und angenehmen Temperaturen Radfahren kann. So als wäre es in der dunklen Jahreszeit zwischen November und März zu kalt, zu nass und viel zu gefährlich.

Winterradeln hat viele Vorteile

Da muss ich doch jetzt mal vehement widersprechen. Vor allem hat Winterradeln viele Vorteile.

Winterradeln…

  • stärkt das Immunsystem
  • bewahrt Fitness und Kondition, so dass man sich im Frühjahr nicht wieder mühsam ans Radeln gewöhnen muss
  • beugt dem Winterblues vor
  • macht Spaß

Ganzjahres-Radler sind abgehärtet und weniger anfällig für Erkältungskrankheiten. Ich hatte gerade meinen alle drei Jahre fälligen Gesundheits-Check-up. Resümee meiner Ärztin: “Wenn all meine Patienten so fit wären wie Sie, würde ich kein Geld verdienen.”

Felder und Bäume im Winterkleid.
Felder und Bäume im Winterkleid.

Gerade jetzt legt man die Basis in puncto Ausdauer und Fitness. Wer dagegen sein Rad für ein paar Monate in seinen Keller verbannt, muss sich im Frühjahr erst wieder mühsam ans Radfahren gewöhnen. Ergebnis: der Allerwerteste, der Nacken und die Hände schmerzen. Muskelkater macht sich in den Beinen breit und von Kondition kann keine Rede mehr sein. Wer ganzjährig mit dem Rad unterwegs ist, hat diese Probleme nicht.

Die Bewegung an der frischen Luft beugt außerdem dem sogenannten Winterblues vor. Schließlich schlagen die kurzen und dunklen Tage vielen deutlich aufs Gemüt. Vor allem macht Winterradeln unheimlich viel Spaß. Es gibt auch im Winter so vieles zu entdecken. Wer zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, nimmt diese Dinge viel intensiver wahr.

Worauf muss ich beim Winterradeln achten?

Ich persönlich wüsste auch gar nicht, wie ich ohne meine Räder von A nach B kommen sollte. Ich habe kein Auto mehr und der ÖPNV stellt für mich keine Alternative dar. Gerade im Winter sind die Busse und Bahnen wahre Bazillenschleudern. Noch dazu bin ich mit dem Rad viel schneller am Ziel.

Schlechtes Wetter gibt es bekanntlich nicht, zumal sowieso jeder etwas anderes darunter versteht, und mit entsprechender Kleidung und Ausrüstung kann man sich vor der Unbill des Wetters schützen. Besonders empfindlich bei Kälte, Schnee und Eis ist natürlich der Kopf. Mit der folgenden Ausrüstung kein Problem:

  • Helm
  • Helmlampe (bei Schneetreiben ausmachen, da es sonst stört)
  • Mütze
  • Brille (bei Schneetreiben immens wichtig)
  • Schlauchtuch
Mit der richtigen Ausrüstung verliert der Winter seinen Schrecken.
Mit der richtigen Ausrüstung verliert der Winter seinen Schrecken.

Laub, Schnee und Frost machen die Wege zwar rutschig, aber als Autofahrer sorgen wir diesbezüglich auch mit Winter- oder Allwetterreifen vor und passen unsere Geschwindigkeit den Gegebenheiten an. Beim Radfahren ist es genauso.

Bei Schnee und Eis fahre ich mit meinem “Winterrad”. Ich habe mein Crossrad vor vier Jahren mit Spikereifen ausgestattet. Das hat den Vorteil, dass ich bei einem Wetterumschwung nicht jedes Mal die Laufräder wechseln muss. Wenn es im Winter glatt ist, nehme ich mein Crossrad, an den anderen Tagen mein Trekkingrad.

Und nun genug geredet, jetzt wird geradelt. Viel Spaß!

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