Der ideale Urlaub mit Kleinkind

Eine Radreise mit Kind ist leichter umsetzbar als man im ersten Moment denken würde. Es gilt die richtige Mischung zwischen guter Planung und Flexibilität zu finden. Gelingt dieser Spagat, wird der Urlaub mit Kleinkind garantiert zum Höhepunkt für die ganze Familie – zumal wunderbare Regionen in und um Deutschland warten.

Urlaub mit Kleinkind – Was es beim Radurlaub mit Kleinkindern zu beachten gibt

Zunächst ist wichtig, das Kind vorab auf seine Rolle als Beifahrer vorzubereiten. Das heißt, es wäre unsinnig, das kleine Mädchen oder den Jungen direkt ins kalte Wasser zu werfen. Unternimmt man vor dem großen Abenteuer mehrere Halbtages- oder Tagesausflüge mit Fahrrad und Kleinkind, gewöhnt sich der Nachwuchs rasch an die Situation.

Des Weiteren sollten keine allzu ambitionierten Ziele gesteckt werden. Man tut gut daran, kürzere Tagesetappen von maximal 35 bis 50 Kilometern anzuvisieren (je nach Streckenbeschaffenhaft), auf denen es möglichst viel zu sehen gibt.

Mit einem Kleinkind zu zelten, ist nicht ratsam. Stattdessen empfiehlt es sich, die Reise so zu buchen, dass jeder Abend und jede Nacht in einem passenden Hotel verbracht wird. Passend bedeutet in dem Fall, stets eine kindgerechte Unterkunft zu wählen. Jugendherbergen mit Kinderspielzimmern oder Bauernhöfe sind ideal. Zudem macht es im Urlaub mit Kleinkind Sinn, zwischendurch mehrere Tage und Nächte in ein und derselben Stadt oder Örtlichkeit zu verbringen. Dies verschafft sowohl den Erwachsenen als auch dem Sprössling die nötige Erholung. Generell sollte die Radreise mit Kleinkind ohne Stress und Zeitdruck geplant werden – frei nach dem Motto: Lieber früher starten und eine Pause mehr einlegen, als später losfahren und kompromisslos durchziehen.

Wer die morgendlichen oder vormittäglichen Schlafzeiten seines Kindes kennt, kann sich diesen Aspekt zunutze machen und die Reise zu einem entsprechenden Zeitpunkt in Angriff nehmen. Dann stehen die Chancen gut, dass der oder die Kleine die erste Zeit schlummert und die Eltern damit die Chance haben, in dieser Spanne einen großen Teil der Tagesstrecke schon vor der ersten Pause zu absolvieren.

Pausen müssen im Radurlaub mit Kleinkind zwingend eingehalten werden. Die Eltern sollten mit ihren Sprößlingen daher im Idealfall etwa alle zwei Stunden auf einem Spielplatz, einer Wiese, an einem Fluss oder Ähnlichem eine Pause einlegen. So kann sich das Kind ordentlich austoben und schläft nach dem Intermezzo eventuell weiter. Der wichtigste Punkt ist, die Bedürfnisse des kleinen Begleiters stets zu berücksichtigen.

Transportmöglichkeiten des Kleinkindes: Fahrrad-Kindersitz vs. Fahrradanhänger

Es gibt zwei Möglichkeiten, das Kleinkind während der Reise zu transportieren: den Fahrrad-Kindersitz und den Fahrradanhänger. Letzterer hat den immensen Vorteil, dass sich der Nachwuchs bequem ausbreiten kann. Zudem bietet der Anhänger noch Stauraum für Gepäck (Maximalgewicht beachten!).

Tipps zum Transport im Anhänger

  • Anhänger mit guter Federung verwenden
  • Kind unbedingt stabil angurten
  • Helm für das Kind nicht zwingend erforderlich (unbequem)
  • Schnuller an einer Schnullerkette befestigen
  • Lieblingskuscheltier (und eventuell Wasserflasche) griffbereit platzieren

Der Fahrrad-Kindersitz ist eher für kürzere Abschnitte vorgesehen. Er hat den Vorteil, dass man während der Fahrt etwas besser mit dem Kind kommunizieren kann, ist für den Nachwuchs aber deutlich weniger komfortabel als der Fahrradanhänger.

Diese Regionen sind sehr gut für Urlaub mit Kleinkindern geeignet

In und um Deutschland gibt es zahlreiche Regionen, die wunderbar für einen Reise mit Kleinkind geeignet sind. Hier eine Auswahl:

  • Das IJsselmeer ist der größte See in den Niederlanden. Rundherum befinden sich altholländische Dörfer und kleine Städte mit viel Idylle.
  • Auch der Bodensee lädt zu ausgedehnten Radreisen mit Kleinkind ein. Der Bodensee-Radweg erstreckt sich über den deutschen, schweizerischen und österreichischen Raum – so kann man mehrere Länder und ihre Eigenheiten kennenlernen.
  • Ähnliches gilt für die Donau, bzw. den Donauradweg. Vor allem die Streckenabschnitte zwischen Deutschland und Österreich sind erkundenswert – vielleicht gelangt man sogar bis nach Wien.
  • Wer sich für den Loire-Radweg in Frankreich entscheidet, entdeckt malerische Landschaften in den Regionen Centre und Pays de la Loire rund um die größeren Städte Orleans und Nantes.
  • Nicht zu vergessen die Gebiete an der Ostsee und der Nordsee, die sich kinderfreundlich präsentieren.

Als Geheimtipp für all jene, die mit Kind und Kegel in Deutschland Urlaub machen wollen, sei der Altmühltal-Radweg erwähnt, ein circa 166 Kilometer langer Fernradweg in Bayern, der die schöne Natur des südlichsten deutschen Bundeslandes offenbart.

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3 Kommentare

  1. Wir werden diesen Sommer einen Ostseeurlaub verbringen. Damit uns nicht langweilig wird, werden wir auch unsere Fahrräder mitnehmen. Zuvor müssen wir unserer kleinen Tochter noch nur ein Kinderfahrrad kaufen. Durch dir guten Tipps zum Transport der Räder sollten wir nun keine Probleme mehr habe alle Räder sicher ans Ziel zu bringen.

    • Viel Spaß bei der Familientour an der Ostseeküste, liebe Mia! Das wird bestimmt ein tolles Erlebnis für Klein und Groß.
      Wir freuen uns, wenn Du uns von Deinen Erfahrungen berichtest.

  2. Danke für wertvolle Tipps! Ich reise am liebsten mit meinen nach Wien, wo wir eine ganz gemütliche Atmosphäre finden können. Die Kleine mag mit mir Stadtrundfahrten oder noch was unternehmen, die lasse ich nicht alleine, aber die ältere hat das letzte Mal ihre Ferien in einer Jugendherberge verbracht und ist ganz zufrieden geblieben. Wertvolle Erfahrungen! Danke!

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