Interview mit unserem neuen Mitarbeiter Benjamin Honda

Wer bist Du? Was ist Dir wichtig?

Neuer Mitarbeiter bei Radissimo Benjamin Honda in Kyoto

Unser neuer Mitarbeiter Benjamin Honda in Kyoto

Das Wichtigste für mich ist meine Familie: meine beiden Töchter, meine Frau. Bevor es meine Familie gab, habe ich Philosophie studiert. Dabei habe ich meine Leidenschaft für Schrift und Sprache entdeckt. Die Einfachheit der Texte Laozis, die Sprachgewalt eines Nietzsche: Für mich war klar – Worte sind mein Werkzeug. Also arbeitete ich zwei Jahre in einer PR-Agentur und schrieb danach fünf Jahre lang als freier Mitarbeiter Texte aller Art für Unternehmen. Jetzt – mit 37 Jahren – bin ich froh, mich ganz auf Radissimo zu konzentrieren.

Du hast zwei Töchter. Wann haben die beiden Fahrrad fahren gelernt?

Unsere große Tochter hat mit vier Jahren Fahrrad fahren gelernt. Das war harte Arbeit und auch bei mir mit viel Rückenschmerzen verbunden. Unsere kleine Tochter lernte deutlich schneller. Sie war schon sehr früh mit dem Laufrad unterwegs und konnte dann kurz vor ihrem dritten Geburtstag Fahrrad fahren. Das viele Training mit dem Laufrad hat sich gelohnt: Vom ersten Tritt an ist sie alleine gefahren. Das einzige, was sie wirklich lernen musste, war bremsen und aus dem Stand losfahren.

Was machst du in deiner Freizeit?

Wenn ich nichts mit meiner Familie unternehme, spiele ich wahrscheinlich Magic. Ein Kartenspiel mit unendlich vielen Formaten und Möglichkeiten, das es mittlerweile seit über 25 Jahren gibt und heute weltweit über 10 Millionen Anhänger hat.

Was war Deine schönste Reise?

Der Fluss Kamo in Kyoto, Japan

Der Kamo verleiht Kyoto ein ganz besonderes Flair.

Meine Frau ist Japanerin und so landen wir immer wieder im Land der aufgehenden Sonne. Als frisch verliebtes Paar reisten wir unter anderem nach Kyoto. Die Stadt hat ein ganz besonderes Flair, das ein bisschen an Heidelberg erinnert. Durch die Stadt fließt der Kamo, abends bevölkern viele Studenten, die Straßen, reden, lachen, musizieren. Es gibt viele kleine Gassen mit Restaurants und verträumten Läden und natürlich jede Menge beeindruckende Tempel und Parks. Einfach wunderschön.

Einmal beobachteten wir eine buddhistische Zeremonie am Kamo. Über eine lange Rutsche wurden Fische in den Fluss gelassen, um diesem neues Leben zuzuführen. Mehrere Mönche führten die Zeremonie durch. Viele Beobachter standen relativ nahe an dem Ort, an dem die Zeremonie stattfand. Wir standen etwas abseits und hatten auch keine Kamera im Anschlag, sondern schauten nur zu. Als die Zeremonie zu Ende war, kam der Leiter derselben mit den anderen Mönchen im Schlepptau direkt auf uns zu. Der oberste Mönch blieb vor mir stehen, verbeugte sich vor mir und bedanke sich, dass wir uns so respektvoll verhalten hatten. Bis heute eines meiner eindrucksvollsten Erlebnisse.

Fahrräder werden in einer Schleuse im Elsass vom Boot gehievt

In einer Schleuse werden die Räder vom Boot gehievt.

Und Deine schönste Fahrrad-Reise?

Vor etwas über 10 Jahren haben wir uns mit der ganzen Familie ein Boot geliehen. Meine Eltern und Geschwister, Neffen und Nichten. Das Boot war voll. Wir sind eigenständig durch die Kanäle im Elsass gefahren. Natürlich hatten wir auch ein paar Fahrräder an Bord. Wer Lust hatte, ist neben dem Kanal hergefahren oder hat die Gegend abseits der Kanäle erkundet – je nachdem, was die befahrbaren Wege gerade hergaben. Bis heute ist das eine Reise, an die ich mich gerne erinnere.

Was ist Deine Traumreise?

Japanisches Meer, Präfektur Niigata

Am Japanischen Meer in der Präfektur Niigata

Liebend gerne würde ich paar Wochen lang an der Küste Japans entlang reisen und meine Eindrücke fotografieren und aufschreiben. Dort reihen sich zahlreiche zauberhafte Dörfer aneinander. Kleine Häfen für Fischerboote, beeindruckende Felsformationen, die ins Meer ragen, unzählige Tempel und Schreine, alte Läden und Bauwerke, faszinierende Begegnungen: Gerade das westliche Auge findet dort auf kleinstem Raum immer wieder Neues, das nur darauf wartet, entdeckt zu werden.

Wie gefällt es Dir bei Radissimo?

Ich wurde vom ersten Tag an von allen herzlich aufgenommen. Das hat mir den Einstieg natürlich sehr leicht gemacht. Alle bei Radissimo arbeiten mit viel Leidenschaft und Liebe zum Detail. Man spürt, dass alle gern hierher kommen. Davon wird man automatisch angesteckt. Ansonsten gibt es für mich jede Menge zu tun. Wir haben viel vor und ich freue mich, das zusammen mit allen umzusetzen.

Welche Radissimo-Reise würdest Du gerne machen?

Am liebsten würde ich eine Rad- und Schiffsreise machen. Am besten in Holland oder Kroatien. Das hört sich für mich nach der richtigen Mischung aus gemütlich und aktiv an. Spannend fände ich auch eine Reise an der Ostsee. Ich habe unter anderem in Kiel studiert und war auch oft in Lübeck und Rostock. Das alles meinen Kindern und meiner Frau zu zeigen, wäre natürlich schön.

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2 Kommentare

  1. Klingt sehr sympathisch – wann habt ihr denn die erste Radreise nach Japan ? Das wäre doch wirklich mal sehr aufregend….

    Grüße an Kristine Simonis

    • Hallo Herr Liebig,
      eine schöne Überraschung – ich freue ich von Ihnen zu lesen!
      Noch gibt es keine Radreisen in Japan. Aber wir haben viel vor, also wer weiß :-)
      Auf bald, Kristine Simonis

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