Mobil ohne Auto

Vor ziemlich genau einem Jahr habe ich meinen Fiat 500 verkauft. Obwohl ich mir 2014 mit seinem Kauf einen langersehnten Traum erfüllt hatte, nutzte ich den Wagen kaum. Er stand meist in der Garage herum, verbrauchte Platz und verursachte Kosten. Knapp 13.000 Kilometer bin ich in gut vier Jahren mit ihm gefahren. Verglichen mit den rund 10.000 Kilometern, die ich jedes Jahr per Rad zurücklege, ist das nicht gerade viel. Allein aus Kosten-Nutzen-Gründen war daher der Verkauf des Autos nur eine logische Konsequenz meines Mobilitätsverhaltens.

Welches Lastenrad darfs denn sein?
Welches Lastenrad darfs denn sein?

Lastenrad und Bahncard statt Auto

Da ich den Fiat eigentlich nur zum Einkaufen brauchte oder um meine Töchter an ihren jeweiligen Studienorten zu besuchen, habe ich mir als Ersatz ein kleines Lastenrad und eine Bahncard 25 zugelegt.

„Das ist ja gar kein richtiges Lastenrad“, war die spontane Reaktion des 1. Vorsitzenden des ADFC Karlsruhe, als ich bei einer Veranstaltung mein Rad neben seines stellte. Stimmt, verglichen mit dem großen Bruder, dem Packster 80 von Riese und Müller (links), ist mein Lastenrad (rechts) mit seiner halb so großen Ladefläche natürlich ein Winzling. Aber mir reicht das Ladevolumen. Von der Grundfläche her passt eine Getränkekiste vorne ins „Körbchen“. Nach oben hin kann ich beliebig stapeln, solange ich das maximale Ladegewicht von 60 kg nicht überschreite. Meine Wocheneinkäufe passen also locker auf die Ladefläche.

Ohne Auto im Alltag

Wie lebt es sich sonst ohne Auto im Alltag? Gut! Bereue ich den Verkauf? Nein, keine einzige Sekunde. Alles, was nicht in eine Gepäckträgertasche passt (Getränkekisten, Gartenabfälle, Koffer, Kisten, etc.), transportiere ich mit dem Lastenrad. Zur Arbeit radle ich mit meinem Trekkingrad und für die paar Tage, die es bei uns in Karlsruhe mal glatt sein sollte, habe ich mein altes Crossrad mit Spikereifen ausgerüstet. Wer braucht da schon ein Auto, zumal wenn er in einer Stadt wie Karlsruhe lebt, in der der Öffentliche Nahverkehr sehr gut ausgebaut ist. Und für längere Strecken habe ich die Bahncard. Wenn man rechtzeitig bucht, ist Bahn fahren nämlich echt günstig.

Wie nützlich war dieser Beitrag?

Klicken Sie auf einen Stern, um ihn zu bewerten!

Durchschnittliche Bewertung 5 / 5. Stimmenzahl: 3

Es tut uns leid, dass dieser Beitrag für Sie nicht hilfreich war!

Lassen Sie uns diesen Beitrag verbessern!

(Visited 90 times, 1 visits today)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.