Radtour: Wie viele km pro Tag?

Wer eine (mehrtägige) Radtour plant, sollte diese gut vorbereiten, denn die Planung gehört zu den wichtigsten Punkten, damit die Tour zu einem gelungenen Erlebnis wird. Je nachdem, ob die teilnehmenden Radfahrer erfahren sind oder nicht, sollte eine unterschiedlich lange Strecke pro Tag ins Auge gefasst werden. Zur Planung gehört nämlich auch die Berechnung der ungefähren Kilometerleistung pro Tag.

Wie viel km pro Tag für eine Radtour mit Kindern einplanen?

Familien mit Kindern verbringen häufig den Urlaub am Meer, zum Beispiel an der Ostsee. Eine Radtour ist eine willkommene Abwechslung zum Badeurlaub am Strand. Dabei lassen sich zum Beispiel die nähere Umgebung erkunden und neue Orte kennenlernen. Auch flache Radtouren entlang von Flüssen wie Donau, Main oder Mosel sind für Familienradreisen ideal. Eine Familie mit Kindern kann bei einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 10 km pro Stunde und einer Fahrzeit von etwa fünf Stunden 50 km pro Tag zurücklegen. Diese Entfernung ist auch für ungeübte Radfahrer und Kinder kein Problem, wenn zischendurch immer wieder Pausen eingelegt werden können.

Radtour planen für Senioren

Radfahren hält fit und schont zudem die Umwelt. Auch Senioren entdecken immer wieder, wie gesundheitsförderlich regelmäßige Radtouren sind. Viele Senioren bevorzugen dabei eine Tour in die Berge (zum Beispiel in den Schwarzwald, nach Bayern oder Österreich) und zeigen zum Teil, dass sie auch im Alter von über 60 Jahren noch fitter sind, als sie sich selbst zutrauen. Einige Senioren mögen vor einer Tagestour von etwa 30 km vielleicht zunächst zurückschrecken, doch wer regelmäßig Fahrrad fährt, schafft diese Entfernung ohne große Mühe. Auch 50 km pro Tag können absolviert werden, wenn zwischendurch immer wieder Pausen eingelegt werden, bei denen sich die Landschaft entdecken lässt. Senioren sollten allerdings Radtouren bevorzugen, in denen es weniger Steigungen gibt, um sich nicht zu überanstrengen. In den Pausen ist dann Zeit für verschiedene Besichtigungen oder zum Baden. Zudem empfiehlt sich im reiferen Alter eventuell ein Pedelec mit eingebautem Rückenwind. Mit einem solchen Elektrofahrrad können vor allem Steigungen spielend leicht bewältigt werden.

Planung von Radtouren für erfahrene Radsportler

Erfahrene Radsportler wie Rennradfahrer oder Mountainbiker dürfen sich auf Radtouren natürlich mehr zutrauen. Auch die gefahrene Strecke darf durchaus anspruchsvoller sein, Steigungen enthalten oder über Schotterwege und an Flüssen vorbei führen. Wer es sich zutraut, darf mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von etwa 17 km pro Stunde durch die Landschaft brausen. Bei einer reinen Fahrzeit von fünf Stunden ist es problemlos möglich, dass ein erfahrener Radsportler täglich bis zu 85 km pro Etappe zurücklegen kann. Dennoch sollten auch erfahrene Fahrradfahrer nicht vergessen, zwischendurch eine Pause einzulegen. Während der Pausen haben sie auf diese Weise ebenfalls die Gelegenheit an Besichtigungen teilzunehmen, im Fluss zu baden oder bei einer schmackhaften Brotzeit einfach nur ein wenig zu relaxen, bevor die Radtour weitergeht. Wichtig ist vor allem, dass jeder Radfahrer seine Kondition realistisch einschätzen kann.

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11 Kommentare

  1. Unsere Erfahrung mit 3 Kindern (11 Jahre, 5 Jahre und 2 Jahre): 35 Km am Tag reichen völlig wenn man Zeit für Pausen haben will und sein Ziel auch noch erkunden will. Bis 45 Km am Tag sind für uns OK, mehr wird anstrengend. Die Große fährt alleine und muss 2 Packtaschen mitnehmen, die Mittlere fährt ohne Gepäck und kann zur Not an Papas Fahrrad angehängt werden. Normalerweise fährt sie aber das meiste alleine. Der Kleinste sitzt im Anhänger, und wir Eltern haben die restlichen Packtaschen dabei….

  2. Peter Eggebrecht

    Kommt auf den Menschen an, will er anderen und somit sich etwas beweisen, dann kann es stressen…. ich z.B. will mich nicht mehr messen, sondern genießen, mich unterhalten ohne dabei hintergründig darüber belehrt zu werden, wie viel der Andere und wie wenig dagegen ich doch weiß, kann…oder sonst was bin.

    Damit muss man halt in einer unbekannten Gruppe rechnen und wenn ich mich dazu auch quälen muss, um mithalten zu können, mir vorspiegeln lassen muss, das ich hätte besser in Bildung als in Kinder investieren müssen… und letztlich dafür auch noch Geld ausgebe, um meine körperlichen, wie auch geistigen Grenzen, die mir mit den vielen Lebensjahren längst bekannt geworden sind…. kurz, keine Superlativen, sondern gesellig und mit Frohsinn den Herbst des Lebens genießen, das sollte Inhalt einer EBike Tour sein und dann bin auch ich wieder als „rote Laterne mit dabei“…

  3. Peter Müller

    Erfahrene Radsportler und 17 km/h ist einfach Quatsch. Ich bin hobbymäßiger Radfahrer und würde mit einem Fahrzeitschnitt von 22-26 km/h je nach Wind und Höhenmetern rechnen (Klar, wenn es nur bergauf geht wird es dann irgendwann weniger).
    Kilometer pro Tag sind 85 auch sehr niedrig gegriffen, würde da so 100-200 km anpeilen.

    • Quatsch ist das nicht, es kommt ja auch darauf an wo man fährt, und wieviele Höhenmeter.

      Klar sind 85km für jemanden der mit nem Rennrad auf der Straße fährt, nicht viel. Für einen MTB Fahrer dagegen sind 85km mit sagen wir mal 500 Höhenmetern viel.

      Als MTB Fahrer habe ich im Durchschnitt 15 bis 17kmh bei 80km. Für reine Strassenfahrten ist 17 km/h natürlich Unsinn.

      • Vielen Dank für die tollen Diskussionen und Kommentare.
        Wie bereits in einem anderem Kommentar erwähnt wurde, ist die mögliche Streckenlänge abhängig von verschiedenen Faktoren wie Steigung und Terrain. Diese Richtwerte sind daran angelehnt, um eine Radtour über mehrere Tage zu ermöglichen und mit Genuss durchzuhalten. Auf Tagesausflüge sind höhere Geschwindigkeiten und längere Strecken auf jeden Fall möglich. Dazu gibt es natürlich unter „erfahrenen Radfahrern“ deutliche Unterschiede, was die möglichen Strecken angeht.
        Wir freuen uns über Ihre Kommentare und über Ihre persönlichen Erfahrungen, was das Radfahren anbelangt! Gerne mehr davon.
        Liebe Grüße und sicheres Radeln.
        Euer Radissimo Team

    • Peter Collignon

      Auf dem Isar Radweg sind 18-20 km/h realistisch, da es Gegenverkehr gibt und man nicht ständig überholen kann. Unbefestigte Radwege dämfen einfach die Geschwindigkeit

      • Hallo, vielen Dank für Ihren Beitrag.
        Es stimmt natürlich, dass die Streckenlänge variiert und von verschiedenen Faktoren abhängig ist, wie der Zustand der Straße, Steigung, das Wetter und Verkehr. Unsere Erfahrung hat gezeigt, dass unsere Angaben gute Richtwerte sind, wenn man noch nicht so viel Erfahrung hat, was Radreise-Planung angeht, um in der Lage zu sein seine Reise im Voraus zu planen. Es ist auf jeden Fall gut, dass Sie darauf hingewiesen haben.
        Liebe Grüße und sicheres Radeln.

  4. Hallo zusammen,
    gerade zum Thema pace und Streckenlänge gibt es sicher so viele Meinungen, wie es Fahrradmarken gibt…und irgendwie haben alle ihre Berechtigung.
    Ich finde gut, dass im Blogbeitrag ein recht realistischer Wert für Reiseradler mit Gepäck (kein Rennrad!) als Orientierung genannt worden ist.
    Mein Tipp: wer eine Radreise (1 Woche und mehr) plant, sollte schon möglichst viele Tages- o. Wochenendtouren ggf auch in der Gruppe gemacht haben, einerseits als vorbereitendes Training, andererseits um die eigene o die „Reisepace“ der Gruppe kennenzulernen.

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