Tipps für Radtouren auf Fischland-Darß-Zingst

Zwischen Rostock und Stralsund, an der Küste Mecklenburg-Vorpommern, ragt Fischland-Darß-Zingst in die Ostsee hinein. Die Halbinsel, die mehrere Bodden einschließt, verdankt ihren Dreifachnamen der sich sogenannten Ausgleichsküste. Ehemals handelte es sich um die drei separaten Inseln Fischland, Darß und Zingst. Erst im 19. Jahrhundert versandete die letzte Lücke und verwandelte die drei Eilande dadurch in die heute vertraute Halbinsel. Die Erkundung von Fischland-Darß-Zingst erfolgt am besten mit dem Fahrrad!

Radtouren auf Fischland-Darß-Zingst zwischen versunkenen Kiefern und Cocktailschirmchen

Radweg Fischland-Darss-Zingst

Radweg Fischland-Darss-Zingst

Die Entwicklung der Region Fischland-Darß-Zingst hin zu ihrem heute bekannten Gesicht als Anziehungspunkt für Urlauber und Ruhesuchende begann bereits Ende des 19. Jahrhunderts. Entsprechend lückenlos präsentiert sich die Infrastruktur. Für Übernachtungen zu jeder Jahreszeit lassen sich nicht nur unmittelbar am Strand gelegene Hotels finden. Auch Pensionen und kleine Privatzimmer stehen zur Verfügung. Das Gleiche gilt natürlich für die Pflege des leiblichen Wohls. Restaurants und Bars, kleine Cafés und Lädchen verteilen sich entlang der Halbinsel. Hinzu kommt das, was eine echte Urlaubsregion ausmacht: Ein gepflegtes und über Jahrzehnte ausgebautes Netz an Wanderwegen und Radwegen durch naturbelassene und wilde Landstriche mit der zugehörigen Beschilderung und immer wieder kleine Anziehungspunkte verteilen sich über die Landschaft. Weil diese noch dazu ein flaches Profil aufweist, bietet sich die Erkundung mit dem Fahrrad geradezu an. Von Dierhagen ganz im Westen, wo die schmale Landverbindung auf das Festland führt, bis nach Pramort an der östlichen Spitze sind es nicht einmal 60 Kilometer. In ein paar Tagen lässt sich deshalb ein Großteil der wichtigsten Attraktionen mit dem Fahrrad entdecken. Ein paar Urlaubsreisen mehr sind nötig, um die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst auf Radtouren ganz zu erfassen. Und Pramort selbst erreicht man sogar nur mit dem Rad, wenn daraus kein Ganztagesmarsch werden soll.

Glanzlichter auf Fischland-Darß-Zingst Radreisen

Weitblick-Bar auf Hotel THE GRAND Ahrenshoop

Weitblick-Bar auf Hotel THE GRAND Ahrenshoop

Von Dierhagen aus entlang der sich immer weiter ziehenden Sandstrände folgt ein Ostseebad dem anderen. In Ahrenshoop finden sich an fast jeder Ecke Spuren der Künstlerkolonie, die wie so Vieles in der Region Ende des 19. Jahrhunderts aufblühte. Müller-Kaempff oder Wachenhusen, um nur zwei aus einer ganzen Reihe zu nennen, haben sich gerade mit Gemälden des Darß einen Namen gemacht. Das Kunstmuseum, das Künstlerhaus Lukas und der Kunstkaten sind drei Stationen, die erahnen lassen, welche kreative Energie der Ort erwecken kann. Am Ende der Etappe genießen Sie den Sonnenuntergang am besten bei selbstgemachten Eistees und Cocktails in der Weitblick-Bar auf der traumhaften Dachterrasse des Hotels THE GRAND Ahrenshoop.

Direkt hinter Ahrenshoop folgt der Darßer Urwald. Das wilde Gebiet aus Sand, Dünen und Kieferwäldern wird von einem Rundweg durchzogen. Das Natureum und einige Aussichtspunkte sind den Bogen auf dem Weg nach Prerow in jedem Fall wert. Genau hier, im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft erhebt sich zudem der Leuchtturm Darßer Ort. Der mehr als 150 Jahre alte Turm auf rotem Ziegel ist seit geraumer wieder für Besucher geöffnet. Wer die Abwechslung vom Treten in die Pedale hin zum Erklimmen der 134 Stufen nicht scheut, kann den Blick über die gesamte Halbinsel schweifen lassen.

Seebrücke Zingst

Seebrücke Zingst

Den Radwegen in Richtung Osten folgend liegen zunächst Prerow und schließlich der Hauptort Zingst, die beide mit ihren Seebrücken, Restaurants und weichem Sand aufwarten können. Neben vielen anderen Anziehungspunkte sei die Tauchgondel am Ende der Zingster Seebrücke erwähnt. Hier kann der Blickwinkel radikal geändert werden. In maximal drei Metern unter der Wasseroberfläche gibt die Ostsee neue und bis dahin unbekannte Einblicke preis. Weiter im Osten wird es nicht so still, wie es die fast unberührte Landschaft erahnen lässt. Auch Vögel können ihr Treiben lautstark untermalen. Quer durch die Sundischen Wiesen führt der Weg bis Pramort mit der Kranichbeobachtungsstelle. Danach nur noch Meer und der Blick nach Hiddensee.

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