Wie sind Radwege gekennzeichnet?

Eine Radreise führt durch ganz unterschiedliche Streckenabschnitte. Hierzu gehören auch die verschiedenen Arten von Radwegen. Es gibt in Deutschland drei Hauptarten von Fahrradwegen:

  • Radwege
  • Radfahrstreifen
  • Schutzstreifen

Ein Radweg ist stets durch seine bauliche Gestaltung als Radweg gekennzeichnet. Zusätzlich kann man ihn durch das Verkehrszeichen 237 (blaues Zeichen mit weißem Fahrradsymbol) als Radweg erkennen. Ein von Fußgängern und Radfahrern gemeinsam zu benutzender Weg wird durch das Zeichen 240 angezeigt. Auf diesen Wegen dürfen Fahrradfahrer nur Schrittgeschwindigkeit fahren. Sie befinden sich meist in Innenstädten. Zudem gibt es noch den getrennt verlaufenden Fuß- und Radweg, der durch das Zeichen 241 ausgeschildert ist. Hier ist die Zuordnung der Verkehrsflächen für den Geh- und Radweg klar gekennzeichnet. Die Art von Wegekonzept wird Ihnen wahrscheinlich häufiger auf Radtouren begegnen. Die Auszeichnung eines Radweges ist allerdings keine Pflicht. Rechtlich gesehen reicht auch das äußere Erscheinungsbild, um einen Radweg als solchen zu erkennen. Die blauen Fahrradschilder mit weißen Fahrrad- und teilweise Fußgängersymbolen weisen jedoch die Benutzungspflicht nach der Straßenverkehrsordnung aus. Das heißt, wenn ein Radweg mit einem entsprechenden Verkehrsschild ausgestattet ist, muss dieser von Radfahrern benutzt werden. Auf der Fahrbahn darf dann nur gefahren werden, wenn die Witterungsverhältnisse (Schnee und Eis) das Benutzen des Radweges unbenutzbar machen.

Für andere Verkehrsteilnehmer ist der Radweg in der Regel nicht zugelassen. Wird jedoch durch ein Zusatzzeichen anderen Verkehrsteilnehmern die Benutzung des Radweges gestattet, müssen diese Rücksicht nehmen und ggf. ihre Geschwindigkeit dem Radverkehr anpassen. Grundsätzlich ist das Fahren auf linken Radwegen, entgegen der Fahrrichtung, verboten. Eine Ausnahme stellen Zweirichtungsradwege dar. Das Zeichen 237 zeigt hier zu Beginn des Straßenverlaufs an, dass Radfahrer entgegen der Fahrtrichtung auf dem Radweg fahren müssen.

Informationen über die Kennzeichnung von Radwegen

Radfahrstreifen sind auf der Fahrbahn markierte und der für Fahrradfahrer vorgesehener Teil der Straße. Sie werden durch das Verkehrszeichen 237 gekennzeichnet. Häufig ist der Radfahrstreifen farblich rot markiert und das Verkehrszeichen wird zusätzlich am Boden dargestellt. Radfahrstreifen müssen in Deutschland eine Mindestbreite von 1,60 Meter haben. Sie werden häufig an vielbefahrenen Straßen von den Kommunen eingerichtet.

Dort, wo die Straße nicht genügend breit für die Einrichtung eines Radfahrstreifens ist, werden für Radfahrer Schutzstreifen eingerichtet. Sie sind ein relativ neues Fahrbahnkonzept zum Abtrennen des Radfahrverkehrs auf der Fahrbahn. Schutzstreifen werden durch eine unterbrochene Fahrbahnmarkierung gekennzeichnet. Sie bieten Fahrradfahrer einen Schonraum, zum Schutz vor überholenden Autos. Insbesondere auf längeren Radtouren, entlang größerer Landstraßen bietet der Schutzstreifen Radfahrern viel Sicherheit und Komfort. Schutzstreifen sind nicht speziell beschildert und dürfen daher im Unterschied zum Radfahrstreifen, auch von breiteren Fahrzeugen (wie z.B. LKWs und Bussen) benutzt werden. Schutzstreifen befinden sich stets am rechten Fahrstreifen. Das Parken ist auf Schutzstreifen, wie auch auf Radfahrstreifen, verboten.

(Visited 752 times, 1 visits today)

4 Kommentare

  1. Pingback:Wer darf Radwege benutzen? - Radissimo Radreisen-Blog

  2. thanks for the great info

  3. Pingback:Kein Radweg: Wo fahren? - Radissimo Radreisen-Blog

  4. „Die Auszeichnung eines Radweges ist allerdings keine Pflicht. Rechtlich gesehen reicht auch das äußere Erscheinungsbild, um einen Radweg als solchen zu erkennen.“
    Wie kommen Sie zu einer solchen Aussage? Die Kennzeichnung eines Radweges ist eindeutig in der StVO geregelt. Nur durch diese Kennzeichnung mit einen von diesen Schildern, ergibt sich das Benutzungsrecht eines Gehweges durch Radfahrende oder sogar die Verpflichtung diese zu nutzen. Fahrräder sind Fahrzeuge und gehören auf die Straße. Ausnahmen sind gesetzlich geregelt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.