Reisebericht: Eine Woche Urlaub mit Rad und Schiff im belgisch-niederländischen Limburg

„Rad und Schiff ahoi“, hieß es im letzten Jahr für Hildegard und Peter Germann. Im Mai 2019 verbrachten die beiden eine Woche lang auf der MS Miro in der belgisch-niederländischen Grenzregion Limburg. Für die beiden war es nicht die erste Reise mit Rad und Schiff. „Vor vielen Jahren sind wir zur Tulpenblüte nach Holland gefahren. Das war damals unsere erste Radissimo-Reise und hat uns sehr gut gefallen“, so Frau Germann. „An der Miro hat uns gefallen, dass es ein kleines gemütliches Schiff mit wenig Kabinen ist. Da fühlt man sich richtig wohl“, so die Pfälzerin.

Urige Windermühlen, traumhafte Landschaften, verträumte Dörfer - radeln in Limburg war für die Germanns Entspannung pur!
Urige Windermühlen, traumhafte Landschaften, verträumte Dörfer – radeln in Limburg war für die Germanns Entspannung pur!

Familiäre Atmosphäre auf der Miro

Fünf Kabinen für zehn Gäste gibt es auf der Miro. Damit ist sie das kleinste Schiff, das wir anbieten. An Bord entwickelt sich so schnell eine familiäre Atmosphäre. Das merkt man schon bei der morgendlichen Tourenbesprechung. Immer nach dem Frühstück erklärt Skipper Mart die aktuelle Etappe. Dazu gehören kurze Anekdoten zu dem, was man links und rechts des Weges entdecken kann, aber auch tagesaktuelle Hinweise zur Strecke. „Die Tipps waren immer top. Er gibt sich sehr viel Mühe, das ist toll“, so Frau Germann. Auch für den Abend hatte Mart immer wertvolle Hinweise. Zum Beispiel, welche Restaurants empfehlenswert sind – und welche eher nicht.

Altstadt und Wochenmarkt in Lüttich

Am ersten Reisetag hatten die Räder noch Pause. Gefahren ist nur die Miro. Und zwar nach Lüttich. Dort führte der Skipper seine Gäste erst durch die charmante Altstadt und entließ sie dann, um die Stadt weiter auf eigene Faust zu entdecken – selbstverständlich ausgestattet mit einigen Tipps. Am nächsten Morgen machten sich die Radler noch einmal auf in die Stadt: „Sonntag morgens ist in Lüttich immer großer Markt, das sollte man sich auf jeden Fall ansehen, wenn man vor Ort ist“, so die Pfälzerin. Da können wir nur zustimmen. Denn „La Batte“ – so heißt der Wochenmarkt – ist der größte und älteste in ganz Belgien.

Das Rathaus in Lüttich
Das Rathaus in Lüttich

Auf die Plätze, fertig, radeln!

Danach stand die erste Radetappe auf dem Programm – und zwar durch das traumhafte Voertal zurück nach Kanne, wo die Miro am Tag zuvor den Anker lichtete. Neben wunderschöner Natur gibt es hier zum Beispiel das Schloss im Städtchen Eijsden. Zurück am Schiff waren die Germanns wie jeden Tag gegen Nachmittag. „Auf der Miro hat uns Mart schon mit Kaffee und Kuchen empfangen. Das war jeden Tag ein schönes Ritual. Die Fahrräder konnten wir einfach am Schiff abstellen und die Crew hat sich um alles gekümmert“, so Frau Germann.

Radfahren wie im Paradies

Die Radwege im belgisch-niederländischen Limburg sind in einem Knotenpunktsystem organisiert und mit einer Streckenlänge von 1800 Kilometern exzellent ausgebaut. Ein besonderer Vorteil dieses Systems: Häufig kann man abkürzen, wenn es mal schneller gehen soll. Verfahren kann man sich kaum, zumal Skipper Mart seinen Gästen jeden Tag die Knotenpunkte der Etappe inklusive möglicher Abkürzungen samt Karte in die Hand drückt. Flach ist es in Limburg sowieso, so dass man hier so gut wie keine Höhenunterschiede bewältigen muss. Und wenn doch, hilft zur Not der elektrische Rückenwind des Pedelecs, das man auf der Miro mieten kann. Und die Radwege selbst? „Die sind super! Schön breit und gut ausgeschildert“, freut sich Frau Germann.

Startbereite Räder vor der MS Miro
Startbereite Räder vor der MS Miro

Nationalpark im Regen

Einer der Höhepunkte war für die Germanns der Nationalpark Hoge Kempen. „Das war eine atemberaubende Heidelandschaft, Als wir da waren, hat überall der Ginster geblüht. Es gab viel Wald, viele Seen. Das war richtig toll, obwohl es geregnet hat“, so Frau Germann. Der einzige Tag, an dem die Gäste der Miro Pech mit dem Wetter hatten. Für die Germanns war das aber kein Hindernis: „Wir hatten Regenhosen und -jacken dabei und sind als einzige trotzdem Rad gefahren. Die anderen haben den Tag auf dem Schiff verbracht. Als wir zurückkamen haben wir dafür die Tapferkeitsmedaille bekommen und Mart hat uns erstmal ein Glas Wein in die Hand gedrückt.“

Niederländische Pannekoeken – einfach lecker!

Am nächsten Tag war das Wetter wieder gut. Mit der Miro ging es zuerst in die Niederlande nach Thorn. Von da starteten die Gäste zu einer Rundtour über Maaseik zurück zur Miro. Die Strecke führte vorbei an alten Bauernhöfen und Windmühlen, die oft auch von innen besichtigt werden können, und einigen alten Schlössern und Limburger Seen. „Unterwegs haben wir ein Picknick im Grünen gemacht, das war schön“, erinnert sich Frau Germann. „Abends sind wir erst ein bisschen durch Thorn gebummelt, was sich auf jeden Fall lohnt. Danach haben wir dort zu Abend gegessen. Weil wir in den Niederlanden waren, gab es für uns Pannekoeken – lecker!“ Nach der letzten Radetappe tags darauf chauffierte Mart seine Gäste am Nachmittag noch nach Maastricht, wo diese einige Stunden für einen Stadtbummel hatten.

In Thorn haben die Germanns leckere Pannekoeken gegessen
In Thorn haben die Germanns leckere Pannekoeken gegessen

Mach´s gut Miro!

Nach einer Woche hieß es dann schon wieder Abschied nehmen. Und wie lautet das Fazit der Germanns nach sieben Tagen auf der Miro? „Die Zeit war einfach Entspannung pur, eine schöne Auszeit. Wir hatten bis auf den einen Tag gutes Wetter und die Landschaft war wunderschön. Die Stimmung auf dem Schiff war auch gut. Mart hat sich wirklich rührend um uns gekümmert“, zieht Frau Germann ein Fazit Ihrer Rad- und Schiffsreise mit der MS Miro.

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2 Kommentare

  1. Der Beitrag war interessant und nützlich, wollte gern 5 Sterne vergeben, lässt sich leider nicht mehr korrigieren

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