Sizilien-Reisebericht von unserer Werkstudentin Sarah Deutsch

Liebe Radissimo-Freunde, wir haben wieder einen spannendes Reisebericht für Euch: Dieser Reiseblog-Artikel stammt von unserer Werkstudentin Sarah Deutsch, die nach Sizilien gereist ist.

Sizilien ist ideal für Radreisen geeignet

Sizilien ist ideal für Radreisen geeignet

Diesen Sommer habe ich eine Woche „la dolce vita“ in Italien auf der unglaublich facettenreichen Insel Sizilien ausleben dürfen. Neben den zahlreichen schönen, erstaunlichen Eindrücken, die ich gesammelt habe, möchte ich hier von meinen schönsten Erlebnissen berichten.

Das markanteste Merkmal der Sonneninsel ist der dauerhaft aktive Vulkan Ätna. Mit seinen knapp 3400 Metern, ist er der größte/höchste Vulkan Europas. Mit einer Aktivität von 2700 Jahren stellt er einen Weltrekord auf und zählt seit Juni 2013 zum UNESCO Welterbe. Die Fahrt zum Ätna hat uns durch atemberaubende Landschaften geführt, die durch Oliven- und Zitronenbäume gekennzeichnet wurden. Beim Hochfahren zur Talstation, die auf 1.900 m Höhe liegt, haben wir viele Radfahrer gesehen, die sich der steil verlaufenden Strecke gestellt haben, um den Ätna zu erobern/bewältigen. An der Talstation angekommen, lassen sich Nebenkrater besichtigen. Ab der Talstation fährt die Bergbahn weiter, bis zu einer Höhe von 2.500 Metern. Nun ist es einem selbst überlassen, ob man die restlichen 400 m (der Ätna ist nur bis zu 2.900 m besteig bar) selbst zu Fuß besteigt, oder mit einem Bus und einem Tourguide hochfährt. Wir haben uns dafür entschieden, den Ätna selbst zu besichtigen. Die gigantische Aussicht auf Sizilien ist nicht in Worte zu fassen, weshalb man es unbedingt mit seinen eigenen Augen gesehen haben muss!

Nachdem Radfahren auf Sizilen kann man sich im Meer erfrischen

Nachdem Radfahren auf Sizilen kann man sich im Meer erfrischen

Besonders begeistert hat uns die „Scala die Turchi“, zu Deutsch „Die Treppe der Türken“. Laut dem Volksmunde wurde diese Treppe während der „türkischen“ Angriffe vor der Küste genutzt. Es handelt sich um einen atemberaubenden Ort, den Mutter Natur jahrelang durch Wind, Regen und dem Meer erschaffen hat. Der Name entstand durch die Form der Felsenklippe. Die Felsen führen treppenartig vom Strand hinauf auf das gelegene Land. Umarmt werden die Klippen von dem kristallblauen Wasser, was es zu einem absoluten Naturschauspiel macht.

Nach der Abkühlung im Meer, ging es für uns weiter in die nicht weit gelegene/entfernte Stadt Agrigento, wo sich das Tal der Tempel befindet.
Die auf einem Hochplateau errichtete Stadt namens Akragas wurde 580 vor Christus von Siedlern aus Gela & Rhodos gegründet. 210 vor Christus wurde Akragas von den Römern erobert und unbenannt in Agrigentum. Als die Araber 829 nach Christi dass heutige Agrigento eroberten blieb nicht mehr viel übrig. Die malerischen Überreste gehören zu den besterhaltenen und größten Tempeln der griechischen Antike und wurden 1997 in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen. Mit einer Größenfläche von 1.300 ha zählt es zu den weltgrößten archäologischen Fundstätten. Wir haben die Ruinen am Nachmittag besichtigt. Es war ein besonderes Highlight, die Tempel durch das beleuchtete Licht des Sonnenuntergangs zu beobachten/bestaunen.

Sizilien: Tal der Tempel in Agrigent

Sizilien: Tal der Tempel in Agrigent

Bei diesem Tagesausflug waren wir mit dem Auto unterwegs. Viel ansehnlicher wäre es sicherlich mit dem Fahrrad gewesen. Die herrlichen Ausblicke, der Duft der Oliven- und Orangenbäumen, der in der Luft liegt, laden dazu ein, diesen Ausflug mit dem Rad zu unternehmen. Beim Befahren des steilen Weges zur Scala die Turchi wird man von Blumen und dem faszinierenden Panoramablick auf das azurblaue Meer umgeben (in dem man sich bei Erreichen prima erfrischen kann). Die zwölf Kilometer lange Strecke von Scala dei Turchi bis nach Agrigento ist durch die idyllische Landschaft ideal für eine Radtour geeignet.

Sizilien ist mit seinen malerischen Landschaften, dem kulinarischen Genuss und der Vielfalt an Kultur und Geschichte ein absolutes Traumurlaubsziel für einen Fahrradurlaub! Die Kunstschätze verschiedener Epochen, die vielen Kulturdenkmäler, Zeugen der wechselvollen überreichen Geschichte, machen die Mittelmeerinsel zu einem absoluten Traumurlaubsziel! Aber auch mit seinen Vorzügen der Natur, „geprägt“ durch Berge, Hügel, das Meer und sogar Vulkanen, verzaubert Sizilien. Neben den kulinarischen Genüssen wie Pasta und Pizza, haben wir uns unsere Bäuche auch mit den berühmten sizilianischen Dolci (Süßwaren) vollgeschlagen. Dies reicht über Eis im Brot, der sogenannten Brioche (Cannoli) bis hin zu den feinsten Törtchen. Die angefutterten Kalorien lassen sich bei einem Radurlaub optimal wieder abstrampeln – ein genussorientiertes Radfahren ist auf Sizilien!

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