Tipps für Radreisen mit Hund

Hunde sind auf unseren Radreisen herzlich willkommen. Damit der Radurlaub mit Hund ein Erfolg wird, gibt es jedoch einige Regeln zu beachten. Was Sie auf Radreisen mit Ihrem Vierbeiner beachten müssen, verraten wir unseren Lesern heute in unserem Reiseblog.

Radissimo-Tipps für Radreisen mit Hund

Ferien auf vier Pfoten und zwei Rädern erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Denn im Vergleich zur klassischen Pauschalreise überzeugt ein Kurztrip mit Hund als gesunde und umweltbewusste Alternative. Damit die Fahrradtour mit Hund zum unvergessenen Erlebnis werden kann, gibt es bei den Vorbereitungen einiges zu beachten.

Sobald der Vierbeiner ausgewachsen ist, kann ihn der Tierarzt auf seine Fahrradtauglichkeit prüfen. Gute Gesundheit und ausreichende Kondition, sowie Freude an der Bewegung sind Voraussetzung. Es ist zu empfehlen, den Hund frühzeitig an ein Rad mit Transportmöglichkeit zu gewöhnen. Vorab sollten sich Hundebesitzer überlegen, welche Route infrage kommt, ob der Vierbeiner die Tagesetappen bewältigen kann und die Hotels entlang der Strecke hundefreundlich sind. Wichtig ist, dass der Hund auf Zuruf reagiert. Denn abseits des Radweges gibt es Gelegenheiten zur Ablenkung. Damit es dem Vierbeiner nicht langweilig wird, sind genügend Pausen zum Spielen und Schnüffeln während der Etappen einzuplanen. Wer bei einer Fahrradtour mit Hund 1 bis 2 Reisetage mehr berücksichtigt, wird entspannter am Ziel ankommen. Das Tempo im leichten Trab bestimmt immer das Tier! Temperaturen über 20 Grad sind für einen Radurlaub mit Hund nicht geeignet.

Wie kann der Hund auf Radtouren transportiert werden?

Welche Variante Hundebesitzer beim Transport während einer Radtour wählen, ist von der Größe und dem Gewicht des Tieres abhängig. Sofern der Vierbeiner weniger als 20 Kilogramm wiegt, kann ein Fahrradkorb für den Hund auf Reisen Abhilfe schaffen. Neben Material, Form und Preis sind Stabilität, Komfort und Langlebigkeit beim Kauf entscheidend. Bei einem Fahrradkorb für den Lenker bleibt das Tier in Blickkontakt zum Zweibeiner. Von Nachteil sind die Stabilität und das Lenken bei dieser Variante. Mehr Sicherheit ohne Einschränkung des Fahrverhaltens bieten Fahrradkörbe für den Gepäckträger. Heutzutage gibt es zu fast jedem Rad das passende Modell. Allerdings ist der Vierbeiner während der Fahrt nicht im Blickfeld.

Große und mehrere Hunde profitieren auf Radreisen von einem Fahrradanhänger. Als komfortable Transportmöglichkeit auf Radtouren bietet diese Variante viel Platz. Außerdem schützt sie die Hunde vor Regen, Wind und Sonne. Doch Vorsicht! Nicht jeder Fahrradanhänger entspricht den Anforderungen der Straßenverkehrsordnung und muss unter Umständen nachgerüstet werden. Mit der entsprechenden Ausstattung, Federung und Dämpfung ist diese Variante im Vergleich zu anderen Transportmitteln deutlich teurer. Fehlt der Blickkontakt zum Zweibeiner, kann sich der Hund anfänglich verunsichert zeigen. Im Fahrverhalten ist unbedingt die Längenzunahme des Gefährts zu beachten.

Welche Regionen eignen sich für Radreisen mit Hund?

Bei Radreisen mit Hunden ist eine kurze Anreise mit dem Auto vorteilhaft. Neben dem Gepäck muss der Fahrradanhänger im Fahrzeug Platz finden. Am besten eignen sich Routen, die durch ebene Landschaften mit weichem Untergrund führen. Genug Stellen zur Abkühlung sind zu empfehlen. Asphaltierte Straßen und Wege mit Rollsplitt können der Hornschicht empfindlicher Tierpfoten schaden.

Zu den beliebtesten Hunderadwegen Deutschlands gehört die Münchner Seenrunde. Auf knapp 300 Kilometern Länge führt die Route vorbei am größten Moor Europas. Abwechslungsreich für Radreisende mit Hund sind Eifel im Rheinland, der Altmühltal-Radweg oder der Neckar-Radweg. Auch Nordsee-Radweg und Ostsee-Radweg bieten interessante Landschaften für Radtouren mit Hunden. Die Niederlande verfügen über ein dichtes Netz an Radwegen, die hier „Fietspaden“ heißen und größtenteils mit Anhänger befahrbar sind. In Zeeland begeben sich Radtouristen auf eine Zeitreise von malerischen Dörfern bis zur wilden Küste. In Frankreich ist der Flusslauf der Loire ein lohnendes Reiseziel. Aquitanien, Perigord, Normandie oder Bretagne sind ideal für eine Radreise mit Hund. In Österreich führen die Strecken um den Bodensee, Achensee und Neusiedlersee. An Drau, Lech und Inn befinden sich geeignete Touren. Auf 42 Kilometern lässt sich die Wiener Donauinsel umrunden.

Bei weitere Fragen zu Radreisen mit Hund steht Ihnen das Team von Radissimo gerne Rede und Antwort. Bitte sprechen Sie uns an!

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4 Kommentare

  1. Meine Frau und ich planen derzeit unseren nächsten Sommerurlaub.
    Am liebsten verbringen wir unsere Zeit in der Natur und an der frischen Luft.
    Daher haben wir uns überlegt eine Radreise mit unserem Hund Marco zu machen. Dafür benötige ich aber noch neue Ausstattung. Wie zum Beispiel ein neues Trekkingrad.

    LG
    Nadine

    • Liebe Nadine,
      das hört sich gut an. Bei unseren Radreisen kannst Du auch ein Leihrad mieten und brauchst nicht selbst fürs Equipment zu sorgen. Meist gibt es sogar je nach Größe des Vierbeiners einen Hundekorb oder Hundeanhänger. Wenn Du Dir ein Reiseziel oder Radweg ausgesucht hast, melde Dich. Wir beraten Dich gerne.
      Herzliche Grüße,
      Kristine

  2. Danke für die Tipps! Mein lieber Spike ist unerwartet für mich mit einem zerrissenen Ohr nach Hause zurückgekehrt. Dank den fachlichen Händen freuen wir uns schon nach kurzer Zeit auf ein sepsisfreies und gesundes Ohr:) Nun kann er schon auf Radtour mitgenommen werden, denn er wartet schon darauf:) Danke für Ratschläge!

  3. Unser Hund ist immer mit dabei und deshalb planen wir auch unsere Radreise mit Charlie. Ich war mir auch nicht sicher, ob ein Korb vorne am Fahrrad noch komfortabel für ihn ist. Da er circa 17 kg wiegt, sollte das noch funktionieren. Wir sehen uns gerade noch nach einem hundefreundlichen Hotel um und dann kann die Planung losgehen.

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