Tipps zum Radfahren im Regen

Der Herbst ist da! Er bringt buntes Laub und goldene Sonnenstunden mit sich – aber oft eben auch Regen und Sturm. Viele Menschen möchten nicht darauf verzichten, auch an herbstlichen Tagen mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, Einkäufe zu erledigen oder Ausflüge zu unternehmen. Das muss auch niemand, denn mit den richtigen Tipps ist Radfahren im Regen sicher und macht genauso viel Spaß wie bei trockenem Wetter. Doch beim Radfahren im Regen müssen einige wichtige Faktoren beachtet werden.

Radfahren im Regen: Ab wann sollte man als Radfahrer auf der Hut sein?

Wichtig zu wissen: Nicht erst bei Starkregen ändert sich die Situation für Radfahrer. Kleine Schauer oder leichter Nieselregen sorgen viel eher für einen Film auf der Straße, der extrem rutschig sein kann. Durch das Wasser werden Öle, Kraftstoffe, Staub sowie Gummireste an der Oberfläche der Straße freigesetzt und ein schmieriger Film entsteht.

Die richtige Kleidung für das Radfahren im Regen

Radfahren im Regen lässt sich nicht mit einer Radtour bei Sonnenschein vergleichen. Viele denken dabei zuerst an die nasse Kleidung, denn auf dem Rad ist man Wind und Wetter schutzlos ausgeliefert. Eine gute Regenjacke sollte für das Radfahren nicht nur trocken halten, sondern auch genug Bewegungsspielraum bieten. Es gibt auch spezielle Fahrradjacken, die sich für lange Touren eignen, denn sie sind am Rücken und an den Ärmeln länger geschnitten. Ergänzend zur Regenjacke gibt es auch Regenhosen und – besonders praktisch – Überschuhe. Diese können problemlos über die normalen Schuhe gezogen werden und schützen vor Feuchtigkeit von oben und von unten. Eine weitere Option, um trocken ans Ziel zu kommen, ist einen Regenponcho kaufen.

Auch bei Regen den Durchblick behalten

Wolken, Regen und Spritzwasser sorgen bei herbstlichem Wetter für schlechte Sicht. Deswegen ist funktionierendes Licht am Fahrrad bei Regen unerlässlich. Vor einer Fahrt durch den Regen sollten sowohl Scheinwerfer als auch Rücklicht überprüft werden. Diese sind Pflicht und sollten daher immer einwandfrei funktionieren. Ebenfalls verpflichtend, und vor allem bei Regen unerlässlich, sind Reflektoren an den Pedalen und Speichen. Ideal ist es, wenn die Regenkleidung auffällige Farben und reflektierende Flächen hat, damit man als Radfahrer von anderen besser gesehen wird. Um selbst beim Radfahren im Regen gut sehen zu können, empfiehlt sich ein Helm mit Blende, der verhindert, dass der Regen ins Gesicht spritzt.

So funktionieren die Fahrradbremsen im Regen

Bei Regen wird nicht nur der Radfahrer nass, sondern auch das Fahrrad. Das wirkt sich vor allem auf die Bremsleistung aus. Bremsscheiben sind im trockenen Zustand am effektivsten, das heißt bei Regen verlängert sich der Bremsweg. Während der Fahrt immer wieder kurz bremsen kann helfen, die Felgen etwas abzutrocknen. Bei Carbonfelgen sind die Bremswege länger als bei Aluminiumfelgen. Generell sollte beim Radfahren im Regen aber die Geschwindigkeit etwas gedrosselt werden, um heftige Bremsmanöver zu vermeiden.

Radfahren im Regen: Nicht von der Spur abkommen

Bei Regen verringert sich die Bodenhaftung, das heißt mit dem Rad rutscht man schneller weg und es kommt schneller zu Stürzen und Unfällen. Besondere Vorsicht gilt bei weißen Fahrbahnmarkierungen, Kopfsteinpflaster und Laub – hier ist die Rutschgefahr besonders hoch. Tiefe Pfützen und Kanaldecken sollten ebenfalls umfahren werden.
Es gibt Fahrradreifen, die speziell für das Radfahren im Regen geeignet sind. Ihr Profil bietet bei nassem Wetter eine bessere Bodenhaftung. Doch auch ein Allwetter-Reifen kann mit einem einfachen Trick regentauglich gemacht werden: ein wenig Luft rauslassen. Wenn der Reifendruck um ungefähr 1 Bar verringert wird, vergrößert sich die Oberfläche des Reifens und damit die Bodenhaftung. Vor allem in Kurven wird dieser Effekt gut deutlich.

Wer diese Tipps beachtet, der wird auch beim Radfahren im Regen viel Spaß und wenig Probleme haben.

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