Verhalten bei Gewitter auf längeren Radtouren

Es gibt viele begeisterte Radfahrer, doch leider spielt auf längeren Radtouren das Wetter nicht immer mit. Vor allem Gewitter stellt hier eine Gefahr für den Fahrradfahrer dar. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie auf dem Rennrad, Mountainbike oder E-Bike unterwegs sind. Der folgende Beitrag in unserem Fahrrad-Blog gibt einige nützliche Tipps, wie sich Radfahrer bei diesem Wetter richtig verhalten und wie sie sich auf Radreisen vor Gewitter schützen können.

Vorsicht auf Radtouren: Darauf ist bei Gewitter zu achten

Grundsätzlich gilt, dass bei Gewitter kein Rad gefahren werden sollte. Ein Blitz könnte zum Beispiel in einen Baum einschlagen, der sich in unmittelbarer Nähe des Radfahrers befindet. Dies stellt nicht nur Verletzungsgefahr dar, sondern kann im Extremfall sogar lebensgefährlich sein. Das Gleiche gilt für die lauten Donnergeräusche, die durch Erschrecken zu einem Unfall führen können. Es ist ratsam, einen sicheren Ort aufzusuchen, wenn Sie auf längeren Radtouren von einem Gewitter überrascht werden. So können Radler beispielsweise Schutz vor dem Gewitter in einem Auto oder in einem Gebäude mit einem Blitzableiter finden. Ist dies nicht möglich, sollte ein tiefer gelegener Punkt oder eine Brücke aus Stahlbeton gesucht werden, um sich darunter zu stellen. Die Entfernung zum Fahrrad sollte dabei trotzdem einige Meter betragen. Im Anschluss gilt: Hinhocken, Arme eng an den Körper legen und die Beine zusammenpressen, denn dadurch wird die Schrittspannung verringert. Eine Alternative ist es, sich zum Schutz vor Blitzschlag auf den Boden zu legen.

Gewitter bedeutet Lebensgefahr auf Radreisen

Das Auto ist bei Gewitter hinsichtlich eines möglichen Blitzeinschlags weitestgehend sicher. Jedoch sollte bedacht werden, dass Bäume, die vom Blitz getroffen wurden, auf das Auto fallen könnten. Dies sollte bei der Wahl des Abstellorts berücksichtigt werden. Im Gegensatz zum Autofahrer genießt der Radfahrer bei Gewitter keinen Schutz, denn er zieht, als höchster Punkt des Rads, den Blitz an sich. Die elektrische Leitfähigkeit ist aufgrund der Nässe, welche durch den Regen meist parallel zu einem Gewitter einhergeht, extrem hoch. Daher ist es sehr wichtig, sich sofort unterzustellen, wenn sich ein Unwetter aufzieht und einen großzügigen Abstand vom Fahrrad zu halten. Empfehlenswert sind ungefähr 10 Meter Abstand vom Fahrrad und von Bäumen, denn auch der Baum zieht Blitze an und ist daher ebenso eine große Gefahr für den Menschen.

Fazit: So schützen Sie sich auf Radtouren vor Gewitter

Dies waren die Tipps, wie sich Radfahrer bei Gewitter am besten verhalten. Sind sie mit mehreren Personen unterwegs, ist es wichtig, dass sie keinesfalls dicht beieinander stehen bleiben und sich berühren, sondern dass sie sich einzeln hin hocken. Vor einer längeren Radtour ist es unverzichtbar, sich vorher zu informieren, ob ein Gewitter angekündigt wird. Ein entfernter Donner oder Quellwolken sind sichere Anzeichen, dass sich ein Unwetter nähert. Und zu guter Letzt sollten Sie vor Beginn jeder Etappe unbedingt den aktuellen Wetterbericht überprüfen.

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4 Kommentare

  1. Pingback:Urlaub mit Fahrrad – Vorbereitungstipps von Transport bis Notfallset – Portalnews24

  2. Gewitter radln ist cool wenns einschlägt cool

  3. 100 Meter Abstand vom Fahrrad und von Bäumen? Wie das? Gemeint sind wohl 10 Meter.

    • Tatsächlich sind es 10 Meter, da es zu einer sogenannten Schrittspannung kommen kann. Diese kann Ihnen auch neben dem Baum gefährlich werden. Danke für den Tipp! Wir werden es so schnell wie möglich ändern. Wobei im Allgemeinen gilt: je weiter weg, desto besser. Liebe Grüße und sichere Radreise!

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